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Optimierte Diagnostik bei Nierentransplantationen

Der demografische Wandel ist Realität. Mit ihm erhöht sich wie Mediziner erwarten auch die Zahl der schwerwiegenden Nierenerkrankungen. Die Folge ist eine steigende Zahl von Nierentransplantationen (NTX).

Dieser steht jedoch eine sinkende Zahl verfügbarer Spenderorgane gegenüber. Angesichts dieses Engpasses ist es umso wichtiger, dass es bei den Transplantationen, die durchgeführt werden können, nicht zu Abstoßungen des Spenderorgans kommt. Dabei hilft eine gute Früherkennung von Abstoßungsreaktionen bei Transplantationspatientinnen und -patienten. Denn die richtigen Gegenmaßnahmen können dabei helfen, einen frühzeitigen Transplantatverlust zu verhindern. 

Ein solches Diagnostikum soll im Verbundprojekt “Screen-Reject: Ein Lateral Flow-Test zur Abstoßungsdiagnostik” entwickelt werden. Teilnehmende des Projektes sind neben der Hochschule Hannover (HsH) das Institut für Technische Chemie der Leibniz Universität Hannover (LUH), das den führenden Partner darstellt, sowie das Institut der Transfusionsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Alle Teilnehmenden forschen an einer Methode, Abstoßungsreaktionen bei NTX-Patienten festzustellen. Die Forschenden der HsH entwickeln dabei im Teilprojekt „Screen-Reject: Data Warehouse zur Nierentransplantationsdiagnostik“ ein Klinisches Data Warehouse (KDWH), das eine für Analysezwecke optimierte Datenbank darstellt. Diese Datenbank soll dabei helfen, die bei der Entwicklung des Diagnostikums gewonnenen Informationen aufzubereiten und der Begleitforschung sowie der Entwicklung eines Expertensystems für die Abstoßungsdiagnostik zur Verfügung zu stellen. Als übergeordnetes Ziel wird verfolgt, Patientinnen und Patienten davor zu schützen, dass es nach einer Nierentransplantation zum Transplantatverlust durch Abstoßung des Organs kommt.